WP Email Capture

WP Email Capture

49$ / Jahr
7.5

Preis

9.0/10

Funktionsumfang

6.0/10

Bedienung

7.5/10

Pros

  • kostenlose Version frei verfügbar!
  • zuverlässige Anmeldeformulare ohne Schnickschnack
  • erlaubt das Anlegen eigener Felder
  • kann sich per HTML-Formular mit vielen Newsletterdiensten verknüpfen

Cons

  • ein paar mehr Bedienhinweise wären hilfreich
  • Übersetzungsmöglichkeit für den Datenschutzhinweis ist derzeit (Version 3.8) nicht verfügbar
  • Formular muss ggf. selbst gestylt werden

WP Email Capture gibt es auf WordPress in einer kostenlosen Version oder die Premiumversion für alle Nutzer, die mehr Ansprüche haben und weitere Funktionen brauchen.

WP Email Capture Premium bietet folgende zusätzliche Funktionen:

  • Statistiken
  • mehrere Listen möglich
  • einfache Anbindung externer Dienste wie Mailchimp möglich
  • Templates verfügbar
  • eigene Felder anlegen
  • Premium-Support bei Fragen

Kauft man sich die Premium Variante und installiert sie, findet man WP Email Capture als neuen Menüpunkt links und kann dort sehr einfach durch die Optionen hindurchmanövrieren.

Als erstes sollte man den Lizenzschlüssel speichern und die Lizenz auf dieser Seite aktivieren. Anschließend kann man sich an die Einstellungen machen oder zuerst eine Liste anlegen.

Wir schauen uns zuerst die Einstellungen an:

WP Email Capture Einstellungen

Die Seite mit den Einstellungen ist relativ überschaubar:

  • ganz oben kann man auf WP Email Capture verlinken. Würde ich nicht tun, weil ich meine Leser so weit wie möglich bei mir auf der Seite behalten will.
  • in den Display Options kannst du anhaken, ob das Plugin das Anmeldeformular stylen soll oder nicht. Falls dein Theme für Formulare bereits eine grafische Anpassung mitbringt (was viele moderne Themes tun), kannst du die Box leer lassen.
  • Referrer Options – wenn angeklickt, wird nicht erfasst, woher die Besucher, die sich angemeldet haben, gekommen sind. Kann Platz in der Datenbank sparen, wenn es angehakt ist.
  • Multi-User gibt dir die Option, dass auch Benutzer mit anderen Rollen als Administrator die WP Email Capture Formulare verwalten und bearbeiten können.
  • bei den Export Optionen kannst du sagen, ob du ein anderes Trennzeichen als ein Komma haben möchtest, wenn du die Daten exportierst
  • bei den Notification Options (Benachrichtigungseinstellungen) kannst du bestimmen, ob du über neue Anmeldungen informiert werden möchtest.
  • die fortgeschrittenen Optionen erlauben dir, die E-Mail Header zu deaktivieren, was beim Senden der E-Mails über einen externen Dienst hilfreich sein kann.
  • GDPR Optionen sind die DSGVO-relevanten Einstellungen. Anklicken, Link zur Datenschutzerklärung einfügen, eine angemessene Laufzeit angeben, wie lange die Nutzerdaten vorgehalten werden und den Text in der Box darunter ins deutsche übertragen und in die Datenschutzerklärung einfügen.
WP Email Capture Einstellungen
In den Einstellungen kannst du ein paar grundsätzliche Dinge einstellen – wichtig ist aber tatsächlich, dass die GDPR (DSGVO) Einstellungen aktiviert und konfiguriert werden.

Die Vorlage des Ergänzungstextes für die Datenschutzerklärung habe ich hier (für den Anwendungsfall 30 Tage) einmal frei übersetzt. Du kannst ihn benutzen, aber bist wie immer in Datenschutzdingen selbst verantwortlich:

Wir benutzen das WordPress Plugin „WP Email Capture“, um eine Anmeldung zu unserem Newsletter zu ermöglichen. Wenn du dich anmeldest, erheben wir folgende Informationen:

  • Deinen Namen (wird zur Personalisierung des Newsletters verwendet)
  • Deine E-Mail Adresse (als Empfangsadresse des Newsletters)
  • Das Datum der Anmeldung (damit wir deine Daten nach Ablauf einer angemessenen Frist löschen können)
    Wir halten diese Daten für maximal 30 Tage vor, anschließend werden sie gelöscht.

WP Email Capture Empfängerlisten anlegen

Legen wir also eine erste Liste an. Ich wähle jetzt eine interne Liste aus (die also nicht mit einem externen Anbieter verknüpft ist) und finde eine lange Seite mit Optionen. Hier kann ich

  • der Liste einen Namen geben und die URL für eine Anmeldeseite angeben und die URL der Bestätigungsseite (wenn jemand den Bestätigungslink geklickt hat – z. B. um einen Bonus dort zum Download anzubieten)
  • meine Absender-Adresse für die Bestätigungsmails angeben und den Text der Bestätigungsnachricht und darunter der Nachricht mit dem Link zur Bestätigungsseite.
  • die Fehler- und Spracheinstellungen
  • ein paar Styling-Optionen
  • bis zu 5 eigene Felder anlegen (z. B. für Geschlecht, Geburtsdatum etc.)

Außerdem sehe ich weiter unten die vorhandenen und offenen Anmeldungen, kann die Daten exportieren und die Liste löschen.

Nicht alle Erklärungen sind sofort klar hier, aber dafür kann man die Felder einmal ausfüllen und sich selbst eine Test-email schicken. Wenn du dich aber an mein Beispiel hier hältst, kann praktisch nichts mehr schiefgehen.

WP E-Mail Capture Liste
Fast alle Optionen zum Anlegen einer Liste findest du auf einmal aufgeschlüsselt. Nicht alles ist aber sofort klar verständlich.

Externen Newsletterdienst verwenden (die intelligentere Lösung)

Die intelligentere Lösung deshalb, weil du ja die Anmeldungen nicht erst sammeln, dann aus WP Email Capture exportieren und in deinen Newsletter importieren willst.

Außerdem entfallen praktisch alle Einstellungen von oben, wenn du gleich einen professionellen Dienst nutzt, der sich auch um die Bestätigungsmail, das Ausliefern deines Bonus o. ä. und die rechtskonforme Erfassung und Behandlung der Daten kümmert.

Und du musst nur 3 Dinge einstellen:

  • den Namen der Liste (so wie auch oben)
  • die URL der Bestätigungsseite (findest du bei deinem Newsletteranbieter)
  • den html-Code deines Anmeldeformulars (findest du auch bei deinem Newsletterdienst)
WP Email Capture externen Newsletterdienst einbinden
Gibst du deiner Liste einen Namen (z. B. Mailchimp Liste) und fügst dann die Bestätigungsseite deines Newsletterdienstes und den html-Code des Anmeldeformulars ein, kannst du die Verknüpfung zum externen Newsletterdienst herstellen. Einfach und komfortabel und du kannst alle wesentlichen (Pflicht-)Angaben direkt bei deinem Newsletteranbieter pflegen.

Hast du die Sachen eingefügt, kannst du speichern und dich freuen. Du hast dir soeben viel Arbeit erspart. Schau dir nochmal den Screenshot von oben an und du verstehst mich.

Kommen wir jetzt aber endlich mal zu den

WP Email Capture Anmeldeformulare

WP Email Capture Standard Opt-in
Das normale, gestylte Opt-in Formular von WP Email Capture mit Standardtext.

So sieht das normale Anmeldeformular aus, wenn ich den Namen mit drin lasse und ein eigenes Feld (Geburtsdatum) mit angelegt habe und es abfrage.

Siehst du irgendwo Sternchen, die anzeigen würden, dass es sich um Pfllichtfelder handelt? Nein? Genau das ist – aktuell noch (Version 3.8) – ein Problem. Denn wenn ich ein Feld vergesse oder den Haken bei „I agree to the Privacy Policy of this website“ nicht setze, dann kommt diese Fehlermeldung:

WP Email Capture Fehler
Hat man vergessen, den Haken zu setzen (der Text wegen dem Datenschutz lässt sich derzeit (Version 3.8) noch nicht übersetzen), muss man leider alle Daten noch einmal eingeben.

Und das doofe dabei ist, dass alle Eingaben gelöscht werden. Nicht ideal, aber wenn ich mich an das Prinzip der Datensparsamkeit halte und nur die E-Mail Adresse abfrage, also sowieso nur ein einzelnes Eingabefeld habe, dann kann ich damit schon gut arbeiten.

Jetzt gestalten wir aber mal das Widget ein wenig.

Wir können also die Überschrift, den Text und den Buttontext ändern und das gefällt mir. Aber was ich nicht verstehe sind die Templates, denn da gibt es keine Erklärung oder Beispiele.

Also schauen wir uns mal an, wie sich das Formular verändert, wenn wir 1, 2 oder 3 „Lines“ auswählen. Die verschiedenen Formate habe ich mit den roten Zahlen markiert, also „two lines“ hat die rote Zwei etc.

WP Email Capture Optin Variationen
Das Widget von WP Email Capture bietet ein paar Optionen – je nach gewähltem Template (Anzahl der Zeilen) sieht das Formular mit 1, 2, oder 3 Zeilen leicht anders aus, wie du an den Zahlen leicht sehen kannst.

Irgendwie gut sich da nicht so viel und in der Variante mit „one line“ ist der Anmeldebutton nur so breit wie das Wort. Volle Breite sieht da schon besser aus. Ich würde das Template „three lines“ empfehlen, das sieht am besten aus.

Gutenberg Block

WP Email Capture hat einen Gutenberg Block und ist auch so etwas erfreulicher als das normale Widget.

Zunächst können wir ganz einfach den Gutenberg Block auswählen und damit bequem ein Anmeldeformular in Beiträgen oder Seiten unterbringen. Und wir können den Text individuell gestalten, wie wir ihn eben gerade brauchen.

Benutzt du übrigens Generatepress Premium, kannst du seit der Version 1.11 im Menüpunkt „Elements“ einen Block als Element anlegen und irgendwo auf der Seite verwenden (auch den WP Email Capture Block). Und dann kannst du z. B. mittels Hook das Anmeldeformular immer nach jedem Beitrag anzeigen lassen oder nur in bestimmten Kategorien etc. Gutenberg Blöcke machen mit dem passenden Theme jetzt viel mehr möglich, wo man früher Widgets gebraucht hat.

WP Email Capture Gutenberg
Sehr schön ist der Gutenberg Block, mit dem man ein Anmeldeformular direkt in den Beitrag einfügen kann.

Auch hier können wir das Template auswählen und hier unten siehst du das „three lines“ Template. Sieht ordentlich aus. Bei „two lines“ wären Name und E-Mail in einer Zeile und bei „one line“ ist der Button wieder schmäler.

Würde man das Anmeldeformular jetzt noch ein wenig optisch aufhübschen (was mit CSS ganz einfach ist), dann ist es eine durchaus ansehnliche und praktikable Lösung.

WP Email Capture inline Formular
So sieht der Gutenberg Block von WP Email Capture dann für den Nutzer aus. Hier ist die Ansicht wieder in „3 Lines“. Würde ich „2 lines“ auswählen, wären das Name und E-Mail Feld oben in einer Zeile und würde ich „1 line“ wählen, ist der Anmeldebutton wieder nur so breit wie sein Text und nicht die volle Breite.

Statistiken und Widgets

Werfen wir noch einen Blick in eine der Premium-Funktionen, die Statistiken.

Hier sehen wir einen schlichten, aber klaren Überblick über die Ereignisse. Alle wesentlichen Informationen stehen zur Verfügung und es gibt einige Filteroptionen. Es braucht nicht ständig Google Analytics – WP Email Capture zeigt alle wirklich interessanten Zahlen auch so an.

WP Email Capture Statistiken
Die Statistiken sind relativ simpel, aber zeigen alles, was man erwartet und wissen will.

Und wem ein kurzer Einblick genügt:

WP EmIl Capture legt zwei neue Bereiche im Dashboard an, die die wichtigsten Elemente immer für dich bereithalten. Alles in allem bietet WP Email Capture also alles wesentliche, was man von einem Anmeldeformular verlangen kann.

WP Email Capture Dashboard
WP Email Capture fügt auch deinem Dashboard zwei neue Bereiche hinzu und zeigt dir die wichtigsten Informationen und Statistiken direkt an.

Fazit

WP Email Capture ist auf den ersten Blick vielleicht nicht das schönste Anmeldeplugin und an einigen Stellen kann noch verbessert werden. Aber es bietet alles, was ich brauchen kann:

  • mehrere Empfängerlisten
  • Verknüpfung zu meinem bestehenden E-Mail Marketing Anbieter
  • Anmeldeformular mit Zusatzfeldern (falls benötigt)
  • Statistiken und
  • einem sinnvollen Gutenberg Block

Es gibt andere Lösungen, die sehr viel mehr anbieten und dann auch alle nur denkbaren Arten von Anmeldeformularen bereitstellen. Aber wer verwendet all diese Optionen schon tatsächlich?

Wer also nur ein funktionierendes Anmeldeformular für seinen Newsletter sucht, ein paar Premiumfunktionen gut brauchen kann und auf Zuverlässigkeit Wert legt, der findet mit WP Email Capture einen guten Kandidaten.

Du kannst auf der Seite des Herstellers (der in England sitzt) mehr über die Premiumversion erfahren oder auch die kostenlose Version herunterladen und testen. Vielleicht genügt dir die ja auch.

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